Manchmal liege ich wach und denke über die Zukunft nach. Ich habe Angst, dass auch dieses Jahr zu Ende geht und nichts bleibt. Ich will nicht zurück, in diesen Zähneknirschenden Betonstaat. Dieses dumpfe Land, in dem die Mensche ihr Desinteresse arrogant und ignorant vor sich hertragen. Nicht zurück nach Dunkeldeutschland, wo man sich auf der Straße nicht ansieht und jeder akkurat danach bemessen wird, wie viel er verdient.
„Made in Germany“? Schön und gut. Aber „Leben in Germany?“…

Foto: Jan Marosi

5 Replies to “Die Schlaflose”

  1. Wenn du dich umschaust, findest du bestimmt einen Arbeitgeber, der dich sponsort für eine Permanent Residence. Notfalls komm dazu in den Yukon – hier werfen Arbeitskräfte gesucht!
    Viele Grüße,
    Luisa

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    1. Liebe Luisa,

      habe jetzt endlich mal Deinen Blog gelesen, weil ich Dich fast in Deinem Kommentar gefragt hätte, was Dich eigentlich nach Kanada verschlagen hat. Aber dann hättest Du gemerkt, dass ich „geschwänzt“ habe und nichts ist schlimmer, als Menschen, die Deinen Blog nicht lesen 🙂
      Ich mag Deinen Humor und Deine Abenteuer sind ja wirklich der Hammer.
      Eine Frage bleibt aber doch noch: Wie hast Du Dich gefühlt bei der Entscheidung, als „Studierte“ aus Deutschland wegzuziehen und dabei in Kauf zu nehmen, Dich vermutlich „abzugraden“, indem Du evtl. alles machen wirst, nur nicht mehr in Deinem Akademikerjob arbeiten?
      Liebe Grüße

      Uta

      Gefällt 1 Person

      1. Liebe Uta,
        Erstmal vielen Dank für die vielen Komplimente, ich werde ja noch ganz rot 😊
        Mein Blog ist/war ja eigentlich nur für meine Freunde und Verwandte aus Deutschland gedacht, statt Kettenbrief. Daher finde ich es immer noch spannend, wenn der Blog jemandem gefällt, der mich gar nicht persönlich kennt.
        Zu deiner Frage: Die Aussicht, dass ich vielleicht nicht mehr in meinem studierten Beruf arbeiten kann, hat mich überhaupt nicht gestört bei der Auswanderung. Wahrscheinlich hat dabei geholfen, dass meine Eltern mich fast ausschließlich über meinen Beruf definiert und viel Drama veranstaltet haben wegen meinen Kanadaplänen. Dann erst recht ^^
        Ich hatte aber einfach das Gefühl, dass ich mit Kanada 100% auf dem richtigen Weg bin. Ja, Stahlwerke oder groß Industrie gibt es nicht, wo ich hin will. Aber gute Leute werden doch eigentlich immer gebraucht, oder? Und durch den Neustart kann ich für mich neue Regeln aufstellen und vielleicht etwas finden, was mir sogar besser entspricht.
        Drei Jahre nach dem Schritt ins Ungewisse kann ich für mich sagen, dass es genau richtig war!

        Ich hoffe das beantwortet deine Frage. 😊
        Alles Liebe,
        Luisa

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      2. Hi Uta,
        Ich habe heute im Laufe des Tages über deine Frage nachgedacht und möchte noch etwas anfügen:
        Mein Ziel im Leben ist es, nicht verbittert zu sein – nicht mit Reue zurückzublicken. Von daher frage ich mich bei jeder größeren Entscheidung, welche Option ich später weniger bereuen werde. Egal, ob es klappt oder nicht. Da ist mir klar geworden, dass ich auf jeden Fall bereuen würde, es mit Kanada nicht ausprobiert zu haben. Die Aussicht mein berufliches Feld zu verlassen war dem komplett untergeordnet und eher unwichtig für mich.
        Das wollte ich noch loswerden ^^
        Liebe Grüße,
        Luisa

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